Photovoltaik im Altbau: Die Fragen, die Sie sich wirklich stellen sollten

Im letzten Artikel habe ich über die PV-Pflicht geschrieben – und über meine Spannung zwischen "Sinnvolles wird Zwang". Heute möchte ich den Zwang weglassen und zur eigentlichen Frage kommen: Wann macht Photovoltaik aus freien Stücken Sinn?

Zwei Fragen höre ich in fast jeder PV-Beratung. Die erste: "Geht das denn überhaupt bei unserem alten Haus?" Die zweite, meist leiser: "Lohnt sich das wirklich?" Beide Fragen sind berechtigt. Aber sie führen in die falsche Richtung.

Die bessere Frage lautet: "Passt PV zu unserem Haus und unserem Leben?" Nicht technisch möglich – das ist sie fast immer. Sondern: für Sie sinnvoll. Das ist ein Unterschied.

Meine Haltung vorweg: In neun von zehn Fällen rate ich zu Photovoltaik. Wirtschaftlich macht sie Sinn, ökologisch sowieso. Aber dieses "neun von zehn" ist wichtig – es gibt das eine Mal, wo PV nicht passt. Und genau darum geht es: herauszufinden, zu welcher Gruppe Sie gehören. Nicht weil ein Berater es sagt, sondern weil Sie es verstehen.

Dieser Artikel verkauft nichts. Er orientiert. Am Ende sollen Sie wissen, welche Fragen Sie sich stellen müssen – und wie Sie für sich darauf antworten.

Die drei entscheidenden Fragen

Frage 1: Passt mein Dach?

Stellen Sie sich Ihr Dach wie einen Esstisch vor: Er trägt problemlos das Geschirr für sechs Personen. PV-Module sind wie ein paar zusätzliche Teller – meist kein Problem. Nur wenn der Tisch schon wackelt, wird's kritisch.

Konkret: Module wiegen 10 bis 20 Kilogramm pro Quadratmeter. Das ist weniger als eine Schneelast im Winter. Die meisten Altbaudächer halten das aus. Die Statik wird erst dann zum Thema, wenn der Dachstuhl ohnehin geschwächt ist – durch Feuchteschäden, Holzwurm oder Alter. Dann muss sowieso saniert werden. Erst das Dach, dann die PV.

Die Ausrichtung ist der zweite Punkt. Ideal ist Süd – klar. Aber auch Ost-West-Dächer funktionieren. Sie haben eine flachere Ertragskurve über den Tag verteilt, was für den Eigenverbrauch sogar besser sein kann. Nur reine Nordausrichtung ist schwierig. Nicht unmöglich, aber unwirtschaftlich.

Verschattung ist komplexer, als viele denken. Ein einzelner Baum macht die Anlage nicht kaputt. Moderne Wechselrichter und Leistungsoptimierer können Teilverschattung ausgleichen. Entscheidend ist: Wie viele Stunden am Tag hat die Fläche volle Sonne? Wenn es weniger als vier sind, wird's grenzwertig.

Und dann ist da noch der Dachzustand. Wenn Ihre Ziegel in fünf Jahren erneuert werden müssen, warten Sie lieber. Eine PV-Anlage nach drei Jahren wieder abzubauen, neu einzudecken und wieder zu montieren – das kostet mehr als die Ersparnis in dieser Zeit. Erst das Dach in Ordnung bringen, dann PV drauf. Diese Reihenfolge ist nicht verhandelbar.

Frage 2: Passt PV zu meinem Leben?

Hier wird es persönlich. Und hier entscheidet sich oft mehr als bei der Technik.

Ihr Strombedarf ist der Ausgangspunkt. Ein Haushalt mit vier Personen verbraucht durchschnittlich 4.000 bis 5.000 Kilowattstunden im Jahr. Aber Durchschnitt ist langweilig – Ihr Verbrauch zählt. Arbeiten Sie im Homeoffice? Dann läuft tagsüber der Computer, vielleicht die Kaffeemaschine. Haben Sie eine Wärmepumpe? Die kann den Stromverbrauch verdoppeln oder verdreifachen. Planen Sie ein Elektroauto? Rechnen Sie nochmal 2.000 bis 3.000 kWh dazu.

Je mehr Strom Sie tagsüber verbrauchen, desto besser passt PV. Denn dann können Sie den selbst erzeugten Strom direkt nutzen – ohne Umweg über Speicher oder Netz. Eigenverbrauch spart 30 bis 40 Cent pro Kilowattstunde. Einspeisung bringt nur 8 Cent. Sie sehen den Unterschied.

Die zweite persönliche Frage: Wie lange bleiben Sie im Haus? PV amortisiert sich in 10 bis 15 Jahren. Die Module halten 30 Jahre und mehr. Wenn Sie in fünf Jahren verkaufen wollen, rechnet sich die Investition nicht für Sie – sondern für den Käufer. Das kann trotzdem sinnvoll sein, etwa um den Verkaufswert zu steigern. Aber es ist eine andere Rechnung.

Und dann ist da noch die Zukunft. Was planen Sie in den nächsten zehn Jahren? Eine neue Heizung? Eine Wärmepumpe würde den Nutzen der PV-Anlage massiv erhöhen. Ein Elektroauto ebenso. Wenn solche Schritte absehbar sind, spricht das für PV – und zwar für eine größere Anlage als aktuell nötig.

Frage 3: Was ist meine Motivation?

Das klingt nach Psychologie, aber es ist praktisch. Denn Ihre Motivation bestimmt, wie Sie die Anlage auslegen.

Motivation Wirtschaftlichkeit: Sie wollen Stromkosten sparen, die Anlage soll sich rechnen. Dann optimieren Sie auf hohen Eigenverbrauch. Sie dimensionieren die Anlage so, dass sie Ihren Tagesbedarf deckt, aber nicht viel mehr. Speicher könnten interessant sein – müssen aber selbst wirtschaftlich sein (dazu später mehr).

Motivation Unabhängigkeit: Sie wollen weniger abhängig vom Netz sein. Dann legen Sie die Anlage größer aus, eventuell mit Speicher. Die Wirtschaftlichkeit ist immer noch da, aber nicht das alleinige Kriterium. Sie zahlen für das Gefühl, autarker zu sein – und das ist legitim.

Motivation Klimaschutz: Sie wollen CO₂ einsparen. Dann gilt: je größer, desto besser. Jede Kilowattstunde, die Sie ins Netz einspeisen, verdrängt fossilen Strom. Auch wenn die Einspeisevergütung niedriger ist – Ihr Beitrag fürs Klima zählt trotzdem.

Die meisten Menschen haben alle drei Motive – in unterschiedlicher Gewichtung. Das ist normal. Aber es hilft zu wissen: Was ist mir am wichtigsten? Denn in Zweifelsfällen leitet diese Antwort Ihre Entscheidung.

Wann PV nicht die richtige Entscheidung ist

Jetzt wird es ehrlich. Denn so sehr ich PV für sinnvoll halte – es gibt Situationen, in denen ich davon abrate.

Erstens: Ihr Dach muss in den nächsten fünf bis zehn Jahren ohnehin erneuert werden. Dann warten Sie. Die Anlage ab- und wieder aufzubauen kostet mehrere Tausend Euro. Diese Kosten fressen die Ersparnis auf. Erst das Dach sanieren, dann PV installieren – in einem Aufwasch.

Zweitens: Ihr Dach ist vollständig nach Norden ausgerichtet und stark verschattet. Ja, auch Nordseiten können Strom erzeugen. Aber die Erträge sind so gering, dass sich die Investition kaum lohnt. Es gibt bessere Wege, Ihr Geld anzulegen.

Drittens: Die Statik ist wirklich nicht ausreichend – und eine Verstärkung wäre unverhältnismäßig teuer. Das kommt selten vor, aber es kommt vor. Wenn der Statiker sagt: "Das Dach hält die Last nicht, Verstärkung kostet 15.000 Euro" – dann ist die Rechnung oft nicht mehr sinnvoll.

Viertens: Sie planen, das Haus in wenigen Jahren zu verkaufen. Die Amortisationszeit für PV liegt bei 10 bis 15 Jahren. Wenn Sie das Haus in fünf Jahren verkaufen, profitiert der neue Eigentümer, nicht Sie. PV steigert den Verkaufswert, ja – aber oft nicht im Verhältnis zur Investition.

Fünftens – und das ist der wichtigste Punkt: Die PV-Finanzierung würde andere dringende Sanierungen verhindern. Ein undichtes Dach, fehlende Dämmung, eine kaputte Heizung – solche Mängel haben Vorrang. Erst die Substanz sichern, dann optimieren. Photovoltaik ist eine Verbesserung, keine Reparatur.

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, denken Sie nochmal nach. Vielleicht gibt es Lösungen – etwa die PV-Anlage zeitlich zu verschieben. Vielleicht aber auch nicht. Und das ist okay.

Die Wirtschaftlichkeit ehrlich betrachtet

Zahlen lügen nicht – aber sie erzählen auch nicht die ganze Wahrheit. Deshalb nehmen wir ein konkretes Beispiel.

Familie Meier, Siedlungshaus Baujahr 1938, Soest

  • Jahresverbrauch: 4.200 kWh

  • Dach: Satteldach, Süd-West-Ausrichtung, gut besonnt

  • Geplante PV-Anlage: 8 kWp (ca. 40 Quadratmeter, 20 Module)

  • Investition: 12.000 Euro (komplett installiert)

Die Erträge:

In NRW erzeugt 1 kWp installierte Leistung etwa 950 kWh pro Jahr. Bei 8 kWp sind das 7.600 kWh jährlich. Familie Meier verbraucht 4.200 kWh – sie erzeugen also deutlich mehr als sie brauchen.

Von den 7.600 kWh können sie etwa 30 Prozent direkt selbst nutzen (ohne Speicher), also rund 2.300 kWh. Der Rest – 5.300 kWh – wird ins Netz eingespeist.

Die Erlöse:

  • Eigenverbrauch: 2.300 kWh × 0,35 € (eingesparter Strompreis) = 805 €

  • Einspeisung: 5.300 kWh × 0,08 € (Einspeisevergütung) = 424 €

  • Summe pro Jahr: 1.229 €

Die Kosten:

  • Versicherung: ca. 80 € pro Jahr

  • Wartung/Reinigung: ca. 100 € pro Jahr (alle 2-3 Jahre)

  • Summe pro Jahr: ca. 180 €

Netto-Ersparnis: rund 1.050 € pro Jahr

Bei 12.000 € Investition ergibt das eine Amortisationszeit von etwa 11,5 Jahren. Die Anlage hält aber 30 Jahre – danach hat Familie Meier fast 20 Jahre lang kostenlosen Strom. In dieser Zeit sparen sie weitere 20.000 bis 25.000 Euro.

Aber.

Diese Rechnung hat Annahmen. Der Strompreis bleibt nicht konstant – er könnte steigen (dann amortisiert sich die Anlage schneller) oder sinken (dann dauert es länger). Die Einspeisevergütung ist für 20 Jahre garantiert, aber danach? Niemand weiß es.

Und dann ist da noch die Frage: Was wäre, wenn Familie Meier die 12.000 Euro anders investiert? In eine Dämmung? In einen Speicher? In den Aktienmarkt? Auch das sind 1.000 Euro Rendite pro Jahr möglich – oder mehr. Die Frage lautet also nicht nur "Lohnt sich PV?", sondern: "Lohnt sich PV im Vergleich zu anderen Optionen?"

Für Familie Meier lautet die Antwort: Ja. Aber sie haben Eigenverbrauch, gute Ausrichtung, einen langen Zeithorizont. Hätten sie nur Nordseite, wären es 30 Prozent weniger Ertrag. Hätten sie das Haus nur noch 10 Jahre, würde die Rechnung nicht aufgehen.

Deshalb sage ich: Rechnen Sie für Ihr Haus. Nicht für den Durchschnitt.

Die häufigsten Mythen – und was wirklich stimmt

Mythos 1: "Im Altbau geht das nicht wegen der Statik"

Das höre ich fast in jeder zweiten Beratung. Und es stimmt – fast nie.

PV-Module wiegen 10 bis 20 Kilogramm pro Quadratmeter. Eine Schneelast im Winter kann 50 bis 100 kg/m² erreichen. Wenn Ihr Dach den Schnee aushält (und das muss es, sonst wäre es nicht zugelassen), hält es auch PV aus.

Die Statik wird nur dann zum Problem, wenn der Dachstuhl beschädigt ist – durch Feuchtigkeit, Holzwurm oder einfach Alter. Dann muss ohnehin saniert werden. Nicht wegen der PV, sondern weil das Dach gefährdet ist.

In 70 Projekten hatte ich genau zweimal ein echtes Statik-Problem. Beide Male war der Dachstuhl durch jahrelange Undichtigkeit geschwächt. Die Lösung: Erst Dachsanierung, dann PV. Nicht schön, aber machbar.

Die Wahrheit: Die Statik ist fast nie das Problem. Aber sie ist eine bequeme Ausrede – für Dachdecker, die PV nicht anbieten wollen, und für Hausbesitzer, die sich nicht entscheiden mögen.

Mythos 2: "Ohne Speicher bringt PV nichts"

Das ist der teuerste Mythos von allen. Denn Speicher kosten heute zwischen 6.000 und 9.000 Euro für 10 kWh Kapazität – und rechnen sich in vielen Fällen immer noch nicht.

Die Realität: Auch ohne Speicher nutzen Sie 20 bis 30 Prozent Ihres Solarstroms selbst. Der Rest wird eingespeist und vergütet. Ja, die Einspeisevergütung ist niedrig (um 8 Cent pro kWh). Aber sie ist nicht null.

Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch auf 50 bis 70 Prozent. Das klingt gut. Aber rechnen Sie mit: Ein Speicher mit 10 kWh Kapazität kostet etwa 7.500 Euro. Er hilft Ihnen, zusätzlich 1.000 kWh pro Jahr selbst zu nutzen statt einzuspeisen. Die Differenz: 0,35 € (eingesparter Strompreis) minus 0,08 € (entgangene Einspeisevergütung) = 0,27 € pro kWh. Also 270 € Ersparnis pro Jahr.

7.500 Euro Investition, 270 Euro Ersparnis – das sind knapp 28 Jahre Amortisation. Die meisten Speicher halten aber 10 bis 15 Jahre, die Garantie endet oft nach 10 Jahren.

Wann lohnt sich ein Speicher trotzdem?

  • Wenn Sie sehr viel Strom abends und nachts verbrauchen (Wärmepumpe im Nachtbetrieb, Elektroauto laden)

  • Wenn Sie maximale Autarkie wollen (auch wenn's mehr kostet)

  • Wenn Sie eine Notstromfunktion brauchen (selten, aber für manche wichtig)

  • Wenn Sie in den nächsten Jahren eine Wärmepumpe oder ein E-Auto planen (dann steigt der Nutzen)

Für alle anderen gilt: Erst PV ohne Speicher. Später kann man immer noch nachrüsten. Die Technik wird besser, die Preise sinken weiter. Warten lohnt sich.

Mythos 3: "Das rechnet sich nie"

Doch. In den meisten Fällen tut es das.

Die typische Amortisationszeit liegt bei 10 bis 15 Jahren. Die Module halten 30 Jahre und mehr. Das sind 15 bis 20 Jahre kostenloser Strom danach. In dieser Zeit sparen Sie mehr Geld, als die Anlage gekostet hat.

Der Mythos kommt aus einer Zeit, als PV noch 30.000 Euro kostete und die Einspeisevergütung niedriger war. Heute kosten Anlagen ein Drittel davon. Die Technik ist ausgereift, die Fehlerquellen gering.

Aber: Es gibt Fälle, in denen es sich tatsächlich nicht rechnet. Etwa bei sehr ungünstiger Ausrichtung, starker Verschattung oder kurzer Nutzungsdauer des Hauses. Deshalb sage ich nicht "PV lohnt sich immer". Ich sage: "Rechnen Sie es für Ihr Haus durch."

Kurze Pause.
Drei Fragen für Sie.

Bevor wir weitergehen, halten Sie einen Moment inne.

Frage 1: Was würde Ihnen mehr bedeuten – 200 Euro gesparte Stromkosten pro Jahr, oder das Gefühl, unabhängiger zu sein?

Frage 2: Wenn die Anlage in 12 Jahren abbezahlt wäre und danach 18 Jahre lang kostenlos Strom liefert – wie fühlt sich das an?

Frage 3: Was wäre in 10 Jahren das Risiko, wenn Sie es nicht machen? (Höhere Strompreise? Verpasste CO₂-Einsparung? Ärger über die Nicht-Entscheidung?)

Diese Fragen haben keine richtige Antwort. Aber sie haben Ihre Antwort. Und die zählt.

Der Weg zur Entscheidung

Jetzt kommen wir zum Kern: Wie entscheiden Sie?

Nicht durch mehr Information. Sie haben jetzt genug davon. Sondern durch Klarheit über das, was Ihnen wichtig ist.

Coaching-Frage 1: Woran würden Sie merken, dass PV die richtige Entscheidung war?

Vielleicht an der Stromrechnung – die jeden Monat niedriger ausfällt. Vielleicht am Gefühl, wenn Sie mittags auf Ihr Dach schauen und wissen: Gerade läuft die Waschmaschine mit Sonnenstrom. Vielleicht an dem Gedanken, dass Ihre Kinder in 20 Jahren das Haus mit bezahlten Modulen erben.

Was davon spricht Sie an? Das ist Ihr Grund.

Coaching-Frage 2: Was brauchen Sie, um diese Entscheidung guten Gewissens treffen zu können?

Mehr Sicherheit über die Wirtschaftlichkeit? Dann lassen Sie durchrechnen – mit echten Zahlen für Ihr Haus. Ein Gespräch mit jemandem, der PV schon hat? Fragen Sie im Bekanntenkreis. Klarheit über die Finanzierung? Sprechen Sie mit Ihrer Bank.

Identifizieren Sie, was fehlt. Dann holen Sie es sich.

Coaching-Frage 3: Wenn Sie in 20 Jahren auf Ihr Dach schauen – was würden Sie sich wünschen, entschieden zu haben?

Diese Frage ist unfair. Sie projiziert die Zukunft auf die Gegenwart. Aber genau das macht sie wertvoll. Denn sie zwingt Sie, langfristig zu denken. Nicht "Was kostet das?", sondern "Was ist das wert?"

In meiner Erfahrung bereuen Menschen selten, PV gemacht zu haben. Sie bereuen eher, es nicht gemacht zu haben – und dann später die Stromrechnungen zu sehen.

Was Sie jetzt tun können

Drei konkrete Schritte – und eine Reflexionsübung.

Schritt 1: Prüfen Sie Ihre Ausgangslage

Nehmen Sie Ihre letzte Stromrechnung zur Hand. Notieren Sie:

  • Jahresverbrauch: _____ kWh

  • Aktueller Strompreis: _____ € pro kWh

  • Kosten pro Jahr: _____ €

Gehen Sie zu Ihrem Dach (oder schauen Sie es von außen an):

  • Ausrichtung: _____ (Süd / Ost / West / Nord)

  • Verschattung: _____ (keine / gering / stark)

  • Zustand: _____ (gut / renovierungsbedürftig / sanierungspflichtig)

Schritt 2: Sprechen Sie mit Menschen, die PV haben

Nicht mit Verkäufern. Mit Nutzern. Fragen Sie:

  • Was würdest du anders machen?

  • Welche Überraschung gab's – positiv wie negativ?

  • Hat sich deine Erwartung erfüllt?

Schritt 3: Lassen Sie durchrechnen

Drei Angebote einholen ist Standard. Aber achten Sie darauf, dass die Angebote vergleichbar sind:

  • Gleiche Modulleistung (kWp)

  • Gleicher Wechselrichter-Typ

  • Installation inklusive aller Kosten (Gerüst, Elektriker, Netzanschluss)

Und dann lassen Sie sich die Wirtschaftlichkeit vorrechnen – mit Ihren Verbrauchsdaten, nicht mit Durchschnittswerten.

Reflexionsübung: Drei Fragen für den Küchentisch

Setzen Sie sich mit Ihrem Partner (oder sich selbst) hin. Nehmen Sie Stift und Papier. Beantworten Sie:

  1. Was reizt uns an PV? (Kosten sparen / Unabhängigkeit / Klimaschutz / anderes)

  2. Was hält uns davon ab? (Kosten / Unsicherheit / Zweifel an Wirtschaftlichkeit / anderes)

  3. Was wiegt schwerer?

Manchmal wird die Entscheidung klar, wenn man sie aufschreibt. Nicht immer – aber oft genug.

Und wenn Sie unsicher sind:

In einer neutralen Beratung klären wir, ob PV für Sie passt. Nicht verkaufen, sondern durchrechnen. Mit Ihren Daten, für Ihr Haus, für Ihr Leben. Am Ende wissen Sie, was Ihre nächsten Schritte sind – oder ob Abwarten die klügere Entscheidung ist.

Die richtige Antwort ist nicht immer "Ja zu PV". Manchmal ist es "Nein, nicht jetzt". Oder "Ja, aber erst nach der Dachsanierung". Entscheidend ist: Es ist Ihre Antwort. Und die zählt.

Axel

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2025 – Vom Ich zum Wir

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